Hier findet ihr einige Konzertberichte die H.P. Hündorf und
Marc Debus veröffentlicht haben. Wir hoffen damit allen Interresierten einen
Einblick in unsere Pressearbeit geben zu können und hoffen die Leser haben
etwas Spaß dabei
H.P und Marc
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Mötley Crüe
Palladium, Köln ,
23.06.2009
Nach Jahren der „Abstinenz“ läßt sich Mötley
Crüe aus Los Angelas, in der alten Originalbesetzung, mal wieder in Deutschland
blicken. Ihre Fangemeinde ist gewaltig. Dementsprechend waren auch die Tickets
schnell ausverkauft.
Nur 3 Konzerte standen auf dem Tourplan für
Germany. Berlin, Köln und München. Bei der gewaltigen Nachfrage stellt man
sich natürlich die Frage ob das nicht ein wenig dünn ist und woran es denn
liegen mag. Leider war über die Hintergründe nicht all zu viel erfahren. Man
munkelt aber das die Jungs, besser gesagt das Management, im nächsten Jahr ein
paar mehr Gigs für Deutschland in der Planung haben.
Ich war in der glücklichen Lage eine der heiß
begehrten Karten zu ergaunern. Allerdings hat das Schicksal da gewaltig
nachgeholfen. Ein Freund hatte drei Karten und einer der Gemeinschaft ist krank
geworden. Glück gehabt! An eine Akkreditierung war ohne hin nicht zu denken, da
die Gästeliste genau so schmal gehalten wurde wie der Spielplan.
Köln, 23.06.2009, Palladium. Das Haus gekracht
voll mit lauter schrägen Vögeln wie die Band selbst. Die Anhängerschaft der
Band ist schon ein ganz besonderes Völkchen. Meist sind es Leute der etwas älteren
Generation von denen man den Eindruck hat das sie nicht über die Pubertät
hinaus gekommen sind. Das ist jetzt nicht verletzend oder bösartig gemeint
sondern eher im Sinne von Jung geblieben zu verstehen. Schrille Outfits, schräge
Frisuren und Coole Bemalungen im Gesicht. Diese Attribute treffen häufig auf
die Bands zu – hier aber gleichermaßen auf das Publikum. Das ist mit
Sicherheit auf das Credo der Band und deren Lifestyle - Sex, Drugs and
Rock’n Roll sowie dem Mix ihrer Songs aus GlamRock und HavyMeltal zurückzuführen.
Genau so ging es dann auch auf der Bühne ab. Am markantesten an dieser Band ist
nicht unbedingt der außergewöhnliche Name sondern eher die Stimme des
Frontmanns Vince Neil. Seine Stimme hat etwas von Micky Mouse aber genau das ist
das Alleinstellungsmerkmal der Band mit hohem Widererkennungsfaktor.
Präsentiert haben sie ihr neues Album „Saints of Los Angeles“ und einige ihrer alten Bestseller.
Seit 25 Jahren tingeln die Jungs nun schon durch die Lande, haben 80
Millionen Platten verkauft und sagenhafte 24 ihrer Scheiben der umfangreichen
Diskographie in Platin verwandelt. Ihr Hit „Dr. Feelgood“ war unbegreifliche
109 Wochen in den Billboard-Charts. Ein Stern auf Hollywoods „Walk of Fame“
und ein Platz in der „Hall of Fame“ dokumentieren ohne Zweifel den
weltweiten musikalischen Status der Band.
Abschließend noch ein paar Worte zum
zungenbrecherischen Namen der Band. Fans es werden wissen, für Nichtwisser ist
es vielleicht eine nette Geschichte. Ich selbst zweifle ja ein wenig daran ob
sie Realität oder Dichtung ist, das spielt aber keine Rolle. Also: Mötley Crüe
ist entlehnt aus dem englischen „motley crew“ was soviel wie „wilder
Haufen“ bedeutet. Wilder Haufen war auch der eigentliche Name der Band. Da die
Jungs wohl ganz gern Bier trinken, und ganz besonders der Marke Löwenbräu
verfallen sind, haben sie es ganz witzig gefunden den Bandnamen mit den Umlauten
ihres Lieblingsbiers zu verzieren. So sagt man…
Ganz zum Schluss noch eine kleine Entschuldigung für das besch… Bild.
Wenn man als Knipser und Schreiberling gewohnt ist in den „Graben“ zu dürfen
und damit das Privileg besitzt der Band zumindest während der ersten drei Songs
ganz nahe sein zu dürfen, ist man natürlich nicht darauf eingestellt plötzlich
einen Platz auf einer Minitribüne in der Technikarea in der Mitte des Saales
zugewiesen zubekommen. Scheiße teure Kamera aber kein Tele dabei. Da kann man
trotz viel Mühe und Nachbearbeitung leider nicht viel machen – also Sorry für
die nicht so berauschenden Bildchen!
Line Up:
Vince Neil (Gesang/Gitarre), Nikki Sixx (Bass), Mick Mars (Gitarre), Tommy
Lee (Schlagzeug
HP Hündorf
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Heaven
and Hell und Special Guests in Giessen
08.06.2009
Die
Messehalle in Giessen ist bei der ersten Band noch nicht so gut gefüllt. Das
liegt aber vermutlich daran, dass der erste Akt des Abends nicht angekündigt
war und kurzfristig in das Programm aufgenommen wurde – eine Überraschung und
sozusagen kostenfreie Zugabe für die Fans.
Meine
Erstaunen war sehr groß, da es sich dabei nicht etwa um einen Unbekannten
handelte, sondern um keinen Geringeren als Tim
Owens, den ehemaligen Sänger von Judas Priest, der auch „The Ripper“
genannt wird. Er ersetzte bei Judas Priest von 1997 bis 2003 Rob Hallford. Auf
jeden Fall waren die Fans nicht wirklich enttäuscht und haben die unangekündigte
Bereicherung des Abends sehr dankbar aufgenommen.

Tim Owens
Bei
Axel Rudi Pell haben sich
mittlerweile mehr Zuschauer eingefunden. Leider ist es ja heutzutage so, dass
die Supportakts keine all zu große Beachtung beim Publikum finden und viele
Fans tatsächlich auf den Headliner warten bevor sie die Location betreten. Vor
10 – 15 Jahren habe ich das noch verstanden, weil die so genannten
„Vorgruppen“ manchmal echt zum kotzen waren. Heute dagegen haben sich die
Zeiten gewandelt und die Supportakts reichen durchaus an das Niveau der
Headliner heran – was bei Axel aber ohne hin keinerlei weiterer Erklärungen
bedarf. Er zauberte einige alte Stücke aus der Klamottenkiste und mixte einiges
vom 2008 erschienen Album „Tales Of
The Crown“ dazu. Axel zeigte sich von seiner besten Seite und die Fans
honorierten es entsprechend. Man spürte förmlich, dass hier keine 08/15 Nummer
abgezogen wird sondern das sich etwas Großes anbahnt.
Danach wird es wieder hell im Saal und man sieht,
dass die Halle mittlerweile mehr als gut gefüllt ist. Die Luft ist stickig -
alles wartet gespannt auf das alte Black-Sabbath Line-Up mit Ronnie James Dio, Tony
Iommi, Geezer Butler and Vinny Appicee, die gemeinsam als Heaven
& Hell auftreten. Diesen Namen haben sie gewählt, weil dies das erste
Black Sabbath Album war, auf dem Ronnie James Dio als Sänger zum Einsatz
kam.

Ronnie James Dio
Es
wird dunkel im Saal und auf der Bühne. Ein minutenlanges Intro steigert die
Spannung. In den zuckenden Scheinwerferkegeln erkennt man wie Vinnie Appice auf
die Bühne huscht und hinter seinem Drumkit verschwindet. Jetzt geht’s los!
Als
Opener intoniert Dio, der nichts von seiner Stimmgewaltigkeit eingebüßt hat,
„The Mob Rules“. Trotz seiner 67 Jahre liefert er über mehr als 85 Minuten
eine Show ab, als seien seit den Black Sabbath Zeiten nur wenige Monate
vergangen. Ich muss tierisch grinsen als Vinnie bereits nach den ersten Takten
mit einer eleganten Handbewegung den ersten maltretierten und zerborstenen
Drumstik entsorgt… Das ist Heavy Metal!!! Genau so ging es weiter. Power ohne
Ende und gute Laune pur. Ich glaube das ich an dieser Stelle nicht die ganze
Playlist repetieren muss. Eingefleischte Fans kennen die Songs und außerdem
will ich all denen, die die Show vielleicht noch vor sich haben nicht die
Spannung nehmen. Wie gebannt starre ich auf die (nur wenige Zentimeter vor mir
liegende) Bühne und schätze mich glücklich die alten Helden der Jugendzeit
noch einmal so hautnah miterleben zu dürfen.
Eines
noch zum Abschluß:
Zu
Beginn des Jahres brachte Haven & Hell ein neues Album - „The Devil You
Know“ auf den Markt. Selbstverständlich werden auch von diesem Album Songs im
Konzert gespielt. Die neuen Songs – wen wunderts – reihen sich stilistisch völlig
nahtlos in den Drive der alten Songs ein. Sehr empfehlenswert!
The
Devil You Know:
1.
Atom And Evil
2.
Fear
3.
Bible Black
4.
Double The Pain
5.
Rock And Roll Angel
6.
The Turn Of The Screw
7.
Eating The Cannibals
8.
Follow The Tears
9.
Neverwhere
10.
Breaking Into Heaven

Tony
Iommi
Heaven and Hell
Splash was there - Magazin 08/2009
08.06.2009
in Germany
A
big audience was waiting for some of the best old Metal acts ever. First.
Tim Owens, The Ripper, enterd the stage. He is as powerful now as
he was in his Judas Priest, and he surely played some of his old songs. The
second act is Axel Rudi Peel. He let the audience cry and all band members
gave there best for a very powerful show. After
that the crowd was silent. They were waiting for Ronnie James Dio,
Tony Iommi, Geezer Butler and Vinny Appicee and their band called
"Heaven and Hell". The band takes this
name because of the first Black Sabbath album "Heaven
and Hell" where Ronnie James Dio started his career as frontman of
the band. Also the band said, that they not must play other Black Sabbath
songs, if they don`t want to.
In
April 2009 they created a new album with the name "The Devil You Know"
with the band members Dio, Iommi, Butler, and Appice . This band
creates the old Black Sabbath albums Mob Rules (1981), Dehumanizerr
(1992) and Heaven and Hell (1980). The new album is just
as powerful as the old albums. Dio and the others play more than 90 minutes
of power-metal and no one believes that Dio is 68 years old. Splash
was in the audience and directly under the stage to bring the best photos
to you.
Rock
on.
Fotos: Marc Debus/ HP Hündorf
Text: HP Hündorf & Marc Debus
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DEZPERADOS - 30.05.2009 - Hessen-Bike-Week
Der 30.05.09 war bereits der dritte Tag der Hessen-Bike-Week.
Am Vorabend war Doro Pesch der Headliner des Programms. Die Jungs von DEZPERADOZ
waren am darauf folgenden Samstag sozusagen das Schlusslicht des Tages. Ihr
Auftritt begann um 00:00 Uhr. Demzufolge waren viele Biker und sonstige Gäste
schon abgefüllt ins Zelt gekrochen, ohne zu wissen was ihnen da entgeht. Ein
paar wackere – oder sollte ich besser sagen trinkfeste – Leute harrten
jedoch vor der Bühne und an den Tresen aus. Dafür sollten sie auch belohnt
werden!
Die Hessenhalle in Alsfeld ist wahrlich nicht klein. Sie hat
ein Fassungsvermögen von ca. 5000 Leuten. Warum erwähne ich das? Ganz einfach!
So kann man sich ungefähr vorstellen wie es ist, wenn sich in dieser riesigen
Halle nur knapp 300 Menschen befinden. Steht man dann auf der Bühne und sieht
in den Saal, muss das irgendwie beklemmend sein. Ganz besonders für die Band.
Die bange Frage „Was soll das nur werden?“ tut sich unweigerlich auf.
Diese Frage war jedoch schnell beantwortet. Die Jungs haben
einfach Gas gegeben und eine Show abgefackelt, bei der keiner der wenigen Gäste
die Füße still halten konnte. Vom ersten bis zum letzten Ton haben die
DEZPERADOZ wirklich alles gegeben. Ein professionelles Feuerwerk aus einem
einzigartigen Mix aus Country und Heavy Metal. Bemerkenswert ist, dass sie mit
diesem Mix ein neues Genre in der Metal-Szene aufgemacht haben – den
Western-Metal! Die Idee zu diesem Genre beschreibt Alex wie folgt:
„Da ich Sammler von alten Waffen und Relikten vergangener Zeiten bin, war ich
zum Austreten auf 'nem Freeway zwischen LA und Vegas an einer alten Silbermine.
Die Idylle dort war unglaublich und ich dachte an die Zeit der Gunslinger. So
entstand die erste Idee, einen Crossover zw. Metal und Italowesternmusik zu
machen.“
Die Jungs haben so viel Spaß an dem was sie da tun, dass sie
sich auch von einer fast leeren Halle nicht davon abbringen ließen, einen
geilen Job abzuliefern. Genau das kam 1 zu 1 von der Bühne rüber und so ist es
den Jungs auch gelungen die wenigen Menschen vor der Bühne zu begeistern.
Wahrscheinlich haben die nicht einmal gemerkt, dass sie nur eine handvoll waren
und sozusagen den Rücken frei hatten. Das verdient Respekt und Anerkennung!
Neben dem Spaß und der absoluten Professionalität sind mir
zwei Dinge ganz besonders aufgefallen. Der Frontmann und Bandleader (Alex Kraft)
ist ein hervorragender Helge Schneider-Imitator. Zwischen den einzelnen Gigs hat
Alex immer wieder Sprüche ins Publikum geworfen, die das Zwerchfell extrem
strapaziert haben. Earcatcher ist zweifelsohne der Drummer Markus Kullmann. Ihn
würde ich direkt neben den derzeit besten Drummern der Metal-Szene wie zum
Beispiel Felix Bohnke (EDGUY) einreihen. Und das betrifft nicht nur sein
handwerkliches Können, sondern auch seine schier grenzenlose Hingabe, die einem
direkt ins Gesicht schlägt, wenn man vor der Bühne steht. Es ist einfach
faszinierend, ihm bei der „Arbeit“ zuzusehen!
Am Ende der Show haben sich die DEZPERADOZ (mit Freude) tief vor ihrem Publikum
verneigt – was eigentlich umgekehrt der Fall hätte sein sollen!
Alles in allem sind die DEZPERADOZ die ultimative Partyband für
jeden, der auf diese geile Scheiße steht. Und das, mit Verlaub gesagt, fällt
nicht wirklich schwer, wenn man die Jungs einmal live erlebt hat.
Yee-Haaaw!!!
Foto: HP Hündorf
Text: HP Hündorf
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BAP - 26.03.2009 brachte die Siegerlandhalle
zum Toben
26.03.2009: In der Siegerlandhalle sammeln
sich BAP Fans aus allen Generationen um ihre seit über dreißig Jahren Band zu
sehen. Die Rockband aus Köln, die sich um den charismatischen Bandleader
Wolfgang Niedecken gruppiert, ist auf der Tour zu ihrem aktuellen Album „Radio
Pandora“, das 2008 in einer „Plugged“ und „Unplugged“ Version
erschienen ist. Mit Dabei waren Helmut Kumminga an der Gitarre, Jürgen Zöller
am Schlagzeug, Werner Kopal am Bass und Michael Nass an den Keybords.
Wieder einmal zeigt die Band wie ungebrochen
ihr Spaß an der Musik ist. Knapp drei Stunden begeistern die Rocker aus der
Domstadt mit vielen neuen Stücken aus dem aktuellen Album und natürlich auch
mit alten Hits wie, „Kristallnaach“, „Verdamp lang her“, „Do kanns
zaubre“ und „Nemm
mech met“. Bei vielen Stücken wurde die Band von der Geigerin
Anne de Wolff begleitet, die die Band als
Gastmusikerin begleitet. Die Band verwies während des Konzertes auf
Hilfsaktionen in Afrika, an denen sich sich zur Zeit aktiv beteiligen. Die
Konzertbesucher hatten an einem Stand die Gelegenheit sich über dieses Projekt
zu informieren und eventuell auch eine Spende für die Aktion zu leisten. Man
sieht daran, dass das politische Angegament der Band auch weiterhin ungebrochen
ist.
Zu zwei langen
Zugaben kann die Halle die Band bewegen und jede Zugabe umfasste drei Songs. Die
Halle tobt und zollt den Jungs ( und natürlich auch der Dame) auf der Bühne für
ihre Spielfreude mit viel Applaus und Pfiffen den verdienten Tribut für einen
unvergesslichen Abend

Fotos: Marc Debus
Text: HP Hündorf & Marc Debus
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JETHRO TULL - 12.02.2009 - 40th Anniversary Tour

Wetzlar: Es war kurz vor Neun Uhr, als
Jethro Tull in der Rital-Arena in Wetzlar die Bühne betrat und die ersten Takte
des Liedes „Cross- Eyed Mary“ ertönten. Die Band befindet sich zur Zeit auf
der Jubiläumstour zu ihrem vierzigjährigen Bestehen. Im Vorfeld hatte die
französische Sängerin Saori Jo mit melodischen Stücken das Konzert eröffnet
und wurde sogar bei einem ihrer Stücke von den Jethro Tull Musikern begleitet.
Die Band um Ian Anderson lieferte in den
folgenden 90 Minuten ein Programm ab, das die gesamte musikalische Geschichte
der Band umfasste. Man merkt das die Zeit nicht spurlos an den Musikern
vorbeigegangen ist, aber die Stücke „Fire“, „Rocks On The Road“,
„Past Time With Good Company”, “Heavy Horses”, “Thick As A Brick”
und “Aqualung” begeistern die Fans noch immer so sehr, dass es einige nicht
auf ihren Plätzen in der bestuhlten Arena hielt. Besonders die Version des Bach
Stückes „Bourée“, bei der Anderson zeigt wie virtuos er das Spiel auf der
Querflöte beherrscht löste Begeisterungsstürme aus. Zu guter Letzt kehrte die
Band mit ihrem Hit „Locomotive Breath“ als Zugabe noch einmal auf die Bühne
zurück und hinterließ hunderte von sichtlich zufriedenen Fans.

Foto: Marc Debus
Text: HP Hündorf & Marc Debus
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EDGUY - 07.02.2009 - Wartenberg, Oval
Längst gehören die Jungs von EDGUY zu den großen der
Szene. Im Herbst letzten Jahres waren sie mit Sammets
"Avantasia"-Projekt sogar Headliner beim weltgrößten
Metalfestival in Wacken, und das auch noch in Augenhöhe mit IRON MAIDEN.
Dennoch sind sich die Jungs nicht zu schade, auch vor kleinem Publikum zu
spielen. So auch am 07. Februar 2009 im Wartenberg-Oval in der Nähe von
Fulda. Die Halle fasst gerade mal rund 2500 Menschen. Die Karten für dieses
Konzert waren Ruck-Zuck ausverkauft. Wer dennoch eine haben wollte konnte
sie bei eBay für den ca. fünffachen Betrag ersteigern.
Wartenberg war die letzte geplante Station der
"Tinitus-Sanctus-Tour". Dennoch ging es bereits am nächsten Tag
in Prag weiter.
Bis 21:30 Uhr spielten die beiden Support-Acts HARTMANN
und FIVE AND THE RED ONE. An dieser Stelle auch ein Kompliment an diese
Bands. Sie haben ordentlich "vorgeheizt", waren qualitativ gut und
haben vor allem ausgesprochen gut zu EDGUY gepasst. Eigentlich auch kein
Wunder, da Oliver Hartmann vorher schon Gitarrist beim Avantasia-Projekt war
und nun mit seiner Band HARTMANN den Support Act für EDGUY spielte.
Aus den Lautsprechern dröhnte, nach einer kleinen
Umbaupause, "Banküberfall" von der EAV (Erste Allgemeine
Verunsicherung), sehr zum Vergnügen des Publikums. Felix Bohnke (dr.)
betrat als erster die Bühne, setzte sich hinter seine Schießbude und fing
an zu spielen. Die Menge kochte! Als letzter betrat Frontmann Tobias Sammet
punktgenau zu seinem Einsatz zu "Dead Or Rock" die Bühne.
Das charakteristischste an EDGUY ist, neben Tobis
unverwechselbarer Hammerstimme, wahrscheinlich ihre Natürlichkeit und die
Fröhlichkeit die dir immer wieder von der Bühne entgegenschlägt. Das ist
nicht gespielt! Die Jungs geben bei jedem Auftritt alles und haben immer ein
breites Grinsen im Gesicht. Diese Natürlichkeit ist gepaart mit einer gehörigen
Portion Professionalität. Der Sound ist optimal abgemixt, die Texte verständlich
und nicht von den Instrumenten erstickt. Es ist immer Action auf der Bühne.
Besonders Frontmann Tobi ist immer in Bewegung und hält ständigen Kontakt
zu den Fans.
Die Fans in Wartenberg hatten dabei noch echtes Glück.
Tobi war kurz vorher richtig krank. Er selbst sagt: "Ich hatte die
hartnäckigste Grippe seit ich denken kann … und klang wie ein heiserer
Frosch." Zwei Termine (Köln und Oberhausen) mussten deshalb
verschoben werden. In Wartenberg war er auch noch nicht wieder völlig
gesund aber seine Stimme war zumindest wieder die alte. In den zwei Stunden
Konzert gab es nur eine Pause – jedoch nicht für den Drummer. Felix legte
ein abgefahrenes Solo hin, das sich gewaschen hatte. Nach dem Solo wechselte
die Grundfarbe von Tobis Outfit von weiß zu schwarz und es ging reibungslos
weiter mit "Pride of Creation" bis zum Schlussakkord vom legendären
"King of Fools". Das Publikum war in Extase und die Zugabe
musste von den Fans nicht lang erbettelt werden.
Alles in Allem ist EDGUY ohne Zweifel eine Band der
Superlative in der Metal-Szene. Es bleibt zu hoffen, dass sie ihre
sympathische und vor allem authentische und publikumsnahe Ausstrahlung nicht
verlieren, denn das ist es was EDGUY ausmacht.

Foto: HP Hündorf
Text: HP Hündorf & Marc Debus
Edguy, Heaven and Hell, BAP, Dezperados,
Jethro Tull